Revision und Veredelung der

Revox Agora B Aktiv-Lautsprecher

Akustische Daten
Elektrische Daten
Allgemeine Daten

Agora B Aktiv-Lautsprecher          Agora B mit passende Revox-Anlage      Agora B Ohne Bespannung      

 

Agora b 

Auch vor Lautsprechern machen wir nicht Halt!
.....solange sich das noch irgendwie rechnet.

Wir haben auch schon Lautsprecher erhalten mit Tieftönern ohne Sicken, defekte Kalottenhochtöner, und das Nextel musste an allen 6 Seiten erneuert werden - so etwas ist ein Totalschaden. Passende Hochtöner (meist 90mm*120mm) gibt es nicht, neu gesickteTieftöner passen selten noch in die Box - zu viele Parameter verändern sich! Wenn dann noch die Nextelbeschichtung mit über 200,00€ pro Box zu Buche schlägt...
...irgendwo ist Schluss!  
1 Agora B mit Bespannung  Der Agora B ist aus vielerlei Hinsicht ein ganz besonderer Lautsprecher.

Er hat das ungewöhnliche nicht gerade unauffällige Revox-Design.
Er hat zwei 20cm Tieftöner mit sehr weicher Aufhängung. Diese sind auch gegenläufig montiert und arbeiten in einem gemeinsamen Bassreflex-Gehäuse. Mit der gegenläufigen Montage sollen Unsymmetrien, die sich aus den Bewegungsrichtungen ergeben, aufgehoben werden. Dann ist da die EMK-Schaltung, die den Bewegungsdrang der sehr weich aufgehängten Tieftöner herbhaft werden soll.  

Die Trennfrequenz zum Konus-Mitteltöner mit 12,2 cm Durchmesser liegt bei ca. 350Hz. Meiner Meinung nach um ca 100Hz bis 150Hz zu hoch.
Wird die Elektro-Magnetische-Gegenkopplung (EMK) ein wenig zu stark eingestellt, beginnt der Tieftöner zu schwingen. Somit ist die Wirkung der EMK-Schaltung nur sehr begrenzt nutzbar. Außerdem setzt die Ortbarkeit viel früher ein, was die Positionierung der zwei Tieftöner bedenklich erscheinen lässt.

 

Agora B, die Elektronik
Die Audioelektronik des Agora B mit der alten Bestückung.

Das Netzteil schien uns mit insgesamt 8.800µF Ladekondensatoren für 3 Stück 100-Watt-Endstufen sehr klein ausgefallen.
Die Belastung der +/-16V-Regler ist so gering, dass diese ohne Kühlkörper auskommen. Die Schaltung ist, wie bei Revox üblich, sehr durchdacht... ...wäre da bloß nicht die Hitzeentwicklung der Treibertransistoren! Ebenso wie bei den Endstufen B250, B251 und dem Receiver B285 werden diese auch hier so warm, dass die Leiterplatten über die Jahre Schaden nehmen.

3*100 Watt heißt nicht - man hat es hier mit einer 300 Watt-Box zu tun!
Hier stehen jedem Zweig (Tief,-Mittel- und Hochton) 100 Watt zur Verfügung! Es handelt sich also um eine 100 Watt -Box
Das ist aber auch vollkommen ausreichend.

Das sind echte 100 Watt keine PMPO mit 50.000 Watt.
   

Elektronikeinheit Agora B entlötet
Die Audioelektronik ohne Austauschbauteile.
Die Treibertransistoren links (6 Stück) sind schon alle mit Kühlkörper versehen.
Ausgelötet wurden alle OP-Verstärker-ICs. Diese werden durch schnelle rauscharme Versionen, meist Burr-Brown, ersetzt. Des weiteren wurden viele frequenzbestimmende Folienkondensatoren der Frequenzweiche und alle Elkos  und 6 Stück Folien-Stützkondensatoren der Endstufen ausgelötet.
 

Audioelektronik der Agora B mit neuer Bestückung

Die Audioelektronik mit komplett neuer Bestückung:
Die Treibertransistoren mit Kühlkörper, rauscharme OP-Verstärker, neue Ladeelkos mit insgesamt  27.200µF, sonst nur noch spezielle Audiokondensatoren von Panasonic. Elkos im Signalweg und Stützkondensatoren mit Folienbypässen. Filter im Mittelton- und Hochtonzweig mit Glimmer- und/oder Polystyrolkondesatoren.
   

so geht das nicht! Agora B nur halbherzig repariert
Okay - es funktioniert! Aber....
....ist das einem Revox würdig? 
Für was einen Revox-Lautsprecher kaufen, wenn dann so gespart wird?

Fast 30Jahre alte Ladeelkos neben einem neuen!
Okay - die von uns eingesetzten Elkos sind auch nicht pinkompatibel, aber hier sollte man, um die Symmetrien einzuhalten, zumindest je einen Kondensator in die Spannungsversorgung Plus und Minus tauschen.
Wer es ganz genau haben will, ersetzt die selben Kondensatoren auch im zweiten Lautsprecher!
   
Lötseite als Bestückungsseite für zusätzliche Bautele  Die Lötseite der Agora-B-Elektronik

Da wir viele Bypasskondensatoren verwenden, die ursprünglich nicht vorgesehen waren, bzw. wir Folienkondensatoren durch die Kombination Elko + Folie verwenden, verbannen wir die zusätzlichen Bauteile auf der Rückseite. Die Dahtbrücken lassen sich aufgrund der fehlende Kompabilität der Ladeelkos nicht vermeiden.
Die Drahtbrücken stellen aber kein Problem dar und sind durchaus legitim!

 
Die Audioelektronik wieder eingebaut  Nachdem alle Arbeiten getan sind, die Elkektronik geprüft und die Gegenkopplung der EMK eingestellt ist, wird die Elektronik wieder eingebaut.

Jetzt noch der 24 Std.-Burn -In und gut ist!

Wer sich jetzt fragt; geht denn das überhaupt...
...statt 2.200µF mal eben 6.800µF einzubauen!

Ja - es geht ohne weiteres.
Weder Trafo noch Gleichrichter werden je überlastet.
Nur während den ersten paar Perioden der Netzfrequenz, nach dem Einschalten, fliest ein erhöhter Strom.
Danach wird nur noch das nachgeladen, was dem Netzteil entzogen wird - genauso viel wie auch bei 2.200µF!
Nur bei 6.800µF ist die Spannung viel ruhiger, die Restwelligkeit ist kleiner, der Bass ist viel stabiler, trockener und präziser.
   

+/- 16V für die weiche und Einschaltelektronik

Statt 1* 1.000µF-Elko verwenden wir 2*470µF.

Über je 5 Stück 2.2 kOhm
werden die +/- 16V für die Aktivweiche und die Einschaltelektronik generiert
Die Spannung wird noch über je eine Diode entkoppelt.
 
   

Drahtbrücken der Ladeeklos

Leider unvermeidbar!

Das Gehäuse der alten Ladekondensatoren wurde als Leitung missbraucht. Die neuen Ladeelkos haben nur noch 2 Anschlüsse.
Fehlende Verbindungen müssen mit Brücken ersetzt werden. 
   
AUA Agora B mit Brandblasen  Hier fehlt es an der Durchdachtheit :-D

Transistoren im TO220-Gehäuse haben einen thermischen Widerstand von etwa 70°K/W.
Wenn die Umgebungstemperatur durch die anderen Transistoren und Bauteile schon auf 40°C aufgewärmt ist und der Transistor auch nur ein Watt Verlustleistung hat, wird der Transistor 110°C warm....
...und das über fast 30 Jahre
   
Stützkondensatoren der Endstufen  Statt der ursprünglichen 470nF (0,47µF) verwenden wir 47µF Elkos + 3,3µF Folienbypasskondensatoren.

Aber Achtung! Die Spannungsfestigkeit muss min. 63V betragen und Elkos sind gepolt!
   

Hochtonfilter mit alte Bestückung


Hochwertige KP- Kondensatoren neben Keramik- und Folienkondensatoren im Hochpassfilter.

So werden für die benötigte Kapazität von 1720pF 1Stück KP mit 1500pF und 220pF Keramik eingesetzt.
18,3nF werden mit 15nF KP-und 3,3nF Folienkondensatoren generiert.
   
Hochpass mit neuer Bestückung  Hochpass mit neuer Bestückung

Statt 220pFKeramik haben wir 220pF Polystyrol eingesetzt, 1,5nF KP durch 1,5nF Polystyrol (besser als Styroflex bekannt) und nicht zuletzt den 3,3nF Folie durch die sündteuren 3,3nF Glimmerkondensatoren ausgetauscht.
Des weiteren die Blockkondensatoren von 100nF auf 47µF/35V vergrößert und mit 100nF gebrückt und den OP-Verstärker nochmals mit 220nF geblockt.
   

Mitteltonzweig mit alter Bestückung

Mittelton-Abteilung:
Im Tiefpass zum Hochtöner hin sind schon gute KP-Kondensatoren verbaut. Im Hochpass zum Tieftöner hin sind "nur" normale Folienkondensatoren, mit je 50,3 nF, gebildet aus 47nF+ 3,3nF,verbaut.
   

Mitteltonzweig mit neuer Bestückung
 

Alleine hier steckt ein Mehraufwand an Material von über 35,00€ drin.

Statt 3 mal 3,3nF Folienkondensatoren wurden hier 3 mal 3,3nF Glimmer eingesetzt. Die Glimmerkondensatoren kosten  mehr als 4,00€ das Stück im Einkauf. Zusätzlich ein OP-Verstärker von Burr Brown (mittlerweile TI), Sockel, Stütz, und Blockkondensatoren, Bypasskondensatoren der Elkos.


 

   
Tieftonfilter 
Beim Tieftonfilter passiert nicht viel, auch hier ein rauscharmer OP-Verstärker, gesockelt, neue und größere Block- und Stützkondensatoren - das war's denn schon!


   

Elektronik mit neuer Bestückung


Viele der gezeigten Maßnahmen sind schon einen Teil der Veredelung und gehören nicht zu einer Standardrevision.

Elkos werden aber grundsätzlich erneuert, ebenso werden immer rauscharme OP-Verstärker eingesetzt und die Endstufen und OP-Verstärker besser geblockt.

Auf Wunsch können viele weitere klangverbessernde Maßnahmen (Paarselektion, Glimmer- und Styroflex-Kondensatoren, Ladekondensatoren von Thel und/oder Mundorf, doppelte Leiterführung, besseren Hochtöner uvm.) vorgenommen werden.
 

mit passende Revox-Anlage  2 Top-revidierte Agora B mit passender Anlage von revox  

 
Akustische Daten: Revox Agora B
   
Übertragungsbereich:

24Hz....42kHz  nach DIN 45 500 wer's glaubt
Frequenzgang -3dB:

30Hz...21kHz  das passt und ist sehr gut

Klirrfaktor über alles Ktot
bei 86dB in 1m Abstand
bei 96dB in 1m Abstand

max. 0,5%
max.  1%
max. Schalldruckpegel:
104 dB

Bestückung:
Teiftonlautsprecher
Mitteltonlautsprecher
Hochtonlautsprecher


2 * 200mm
1 * 122mm
1 * 19mm Titan-Kalotte  (neigt ein wenig zur Härte)
Magnetische Flussdichte:
Tieftonlautsprecher
Mitteltonlautsprecher
Hochtonlautsprecher

2*1,25 T  (12500 G)
1*1,20 T  (12000 G)
1*1,90 T  (19000 G)
Magnetischer Fluss:
Tieftonlautsprecher
Mitteltonlautsprecher
Hochtonlautsprecher

2*612 µWb
1*392 µWb
1*349 µWb  


Elektrische Daten:



Revox Agora B
Empfindlichkeit für 100dB SPL:
1m Abstand
PRE-Amp
PWR-Amp



0,775 V (0 dBu) / 47 kOhm
4,0 V (14 dBu) / 1,2 kOhm
Klangsteller:
Bass
Höhen


0 dB, -2 dB, -4 dB, -6 dB bei 45 Hz
+2 dB, 0 dB, -2 dB, -4 dB bei 10 kHz
Einschaltschwelle:
PRE-Amp
PWR-Amp


  1 mV
12 mV
Ausschaltverzögerung:

4 min +/- 1min



Allgemeine Daten:



Revox Agora B
Stromversorgung:
50Hz / 60 Hz

115V / 230V
intern umlötbar

Netzsicherung
115V
230V


2,0 A Träge
1,0 A Träge

Leistungsaufnahme:
Stand by
Maximal


 < 2 W
200 W
Gewicht

31 kg  (Sperrgut)
Abmessung 420 mm * 725 mm * 420 mm  (Sperrgut)
   
 

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